29/05/20 – Power-Woche mit Webinar, Interview und vielen Terminen!



Diese Woche war einiges los bei uns! Nach den doch eher ruhigen letzten Tagen, hatten wir volles Programm und alle Hände voll zu tun.


Dennoch starteten wir mit einem Repost von Donald Trump in die Woche. Dieses Mal berichteten wir über die Methode Journalisten als Feinde darzustellen. Denn Populisten und die Medien haben ein eher kompliziertes Verhältnis. Zum einen brauchen Populisten die Presse, um genug Aufmerksamkeit zu erregen, doch zum anderen verweigern sie auch mal gerne Journalisten die Berichterstattung. Vor allem Vorzeigepopulist Trump lässt keine Gelegenheit aus, um die Medien als »Fake News« zu bezeichnen und stellt sie als Feinde der Amerikaner da.


Anfang der Woche hatten wir eine Besprechung mit Prof. Matthias Held, mit dem wir noch einmal über dessen Feedback bei der Zwischenpräsentation diskutieren konnten. Denn dort gab er einige interessante Impulse bezüglich unseres Vorgehens anhand populistischer Beiträge über populistische Methoden aufzuklären. Leider kam es im Anschluss zu keinem Gespräch mehr, weshalb wir dies nun nachholten. Vor allem sein Bezug auf Alain Findeli, einem französischen Designtheoretiker, war sehr hilfreich für unsere Kategorisierung. Vor allem dieses Zitat von ihm könnte unsere Vorgehensweise stützen, da wir Forschung durch Design betreiben.


»The general model of this approach is what I have called projectgrounded research in design, elsewhere usually called research through design. It derives from the pragmatist maxim (the 'gospel of design research'): 'If thou wantest to understand a phenomenon, put it into project.'«


Besonders gefreut haben wir uns auf das Interview mit Andreas Koop, dem Autor von NSCI. Da wir sein Buch für unsere Recherche herangezogen hatte, waren wir gespannt, was er uns nun in unserem Gespräch über die Rolle von Gestaltern in gesellschaftsrelevanten Themen erzählen würde. Er nannte einige interessante Aspekte, wie zum Beispiel, dass Design immer politisch ist, selbst wenn es das versucht zu vermeiden. Außerdem sieht er zwei Wege, die Design gehen kann. Zum einen den des Marketing, bei dem es hauptsächlich um einen hohen Gewinn und Verkaufszahlen geht, bei dem Design auch häufig zweckfrei genutzt wird. Und zum anderen ein »soziales« Design, bei dem es nicht nur um die ökonomischen Zwecke geht, sondern auch um die sozialen und ökologischen Aspekte, die gleichermaßen vereint werden sollten. Hierbei fühlen wir uns in unserem Ziel der Thesis bestätigt, dass Gestalter eben nicht nur »Schönmacher« sind, sondern auch gesellschaftsrelevante Entwicklungen mitgestalten können.


Am Mittwoch stand dann endlich unser Webinar an. Einmal um 14 und einmal um 18 Uhr konnten wir mit den jeweiligen Teilnehmern über das Thema Populismus diskutieren. Neben unserem inhaltlichen Input über Populismus und der Vorstellung von drei populistischen Methoden, freuten wir uns über viele tolle Beiträge der Teilnehmer in den Diskussionsrunden. Besonders gefreut hat uns auch das anschließende positive Feedback, was uns in unserem Vorgehen und unseren Inhalten weiter bestärkt hat. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an alle Teilnehmer, uns hat es sehr viel Spaß gemacht! Auf jeden Fall wollen wir unser Webinarformat weiterführen und bald eine Fortführung anbieten.


Ende der Woche hatten wir dann ein Gespräch mit dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg, zu dem unser Kooperationspartner, die Jugendstiftung Baden-Württemberg dazu gehört. Hier konnten wir noch einmal über die Weiterführung unseres Projekts nach der Masterthesis sprechen, denn wir wollen unbedingt auch danach mit unseren Formaten weitermachen. Das Demokratiezentrum kann uns dazu beispielsweise in ihr Programm aufnehmen und ermöglicht uns auch eine Publikation unserer Thesis. Hier können sie uns einige Möglichkeiten bieten, wir das Projekt auch später weiter voran treiben können.


Schließlich hatten wir noch eine Besprechung mit unseren Betreuerinnen Prof. Susanne Schade und Prof. Carmen Hartmann-Menzel. Mit ihnen konnten wir über die Fülle an neuen Erkenntnissen, die wir in dieser Woche erlangt hatten, sprechen. Nachdem wir uns die letzten Tage intensiv mit der Vorbereitung des Webinars beschäftigt hatten, steht jetzt in den kommenden Tagen wieder mehr die Dokus im Fokus.


Abschluss der Woche bildete unser Post über Drohungen. Denn gerade diese Methode überschreitet oft die Grenze von Populismus zu Extremismus – vor allem dann, wenn Populisten verbale Gewalt nutzen. Denn viele Anhänger sehen sich gerade dann darin bestärkt, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen. Der AfD-Abgeordnete Franz Kerker rief auf Facebook zum Beispiel dazu auf: »Lasst uns den Islam vernichten damit er die Welt nicht vernichtet« (vgl. Ötsch, Horaczek: Populismus für Anfänger. Frankfurt/Main 2017). Mit dieser Aussage ruft er zur Vernichtung einer ganzen Weltreligion auf und feuert den Hass vieler Islam-Gegner an. Gerade solche hasserfüllten Drohungen und ihre Folgen verdeutlichen, wie wichtig es ist, über populistische Methoden aufzuklären und dafür zu sensibilisieren.

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