05/06/20 – Doku hier, Doku da, Doku überall



Nach der intensiven letzten Woche, ging es diese Woche wieder etwas ruhiger zu. Dennoch hatten wir alle Hände voll zu tun, da wir mitten in unserer Doku stecken.


Doch zuerst zu unserem Faktenpost. Diese Woche widmeten wir uns einer Folge von Populismus, nämlich der Ausgrenzung durch Sprache. Bei einer von Werner Kallmeyer veröffentlichten Studie in den 1990ern, wurde festgestellt, wie sich Ausgrenzung durch Sprache verfestigt. Dabei tritt immer wieder das gleiche Schema auf, welches sich bis heute in fast jedem strittigen Post erkennen lässt. Wenn ihr wissen wollt, um welches Schema es sich dabei handelt, werft eine Blick auf unseren Beitrag.


Endlich haben wir auch unseren Wissenskatalog über populistische Methoden auf unserer Webseite veröffentlicht. In dieser Sammlung haben wir sämtliche populistische Muster zusammengestellt und erklären diese. Dabei haben wir zu all denen Methoden, über die wir bereits in einem unserer Posts berichtet haben, eine Verlinkung zu dem jeweiligen Beitrag hinzugefügt und können anhand einiger Beispiele die Methoden veranschaulichen. Unsere Sammlung wächst stetig, es lohnt sich also regelmäßig vorbei zu schauen.


Hauptaufgabe diese Woche war das Schreiben an unserer Doku. Da diese immer mal wieder leicht in Rückstand geraten war, nutzten wir die Zeit um wieder ein gutes Stückchen voranzukommen. Insbesondere das Kapitel darüber, wie Populismus funktioniert, nahm diese Woche Gestalt an. In diesem erklären wir zum einen die mediale Verbreitung von Populismus, indem wir auf die traditionellen und digitalen Medien eingehen und manipulative Technologien, wie Social Bots, aber auch Fake News und Filterblasen beschreiben. Zum anderen erklären wir in diesem Kapitel die Verbreitung von Populismus durch rhetorische Methoden und gestalterische Mittel. Denn Populisten nutzen gezielt Gestaltung, um ihren Bildbeiträgen eine visuelle Bühne zu geben. Dabei kategorisierten wir die gestalterischen Mittel in Bildsprache, Farbauswahl, Layout und Komposition, Typografie und der enthaltenen Rhetorik bzw. des enthaltenen Inhalts. Viele Bildbeispiele aus den Sozialen Medien sollen dabei die erklärten Mittel verdeutlichen.

Last, but not least gab es diese Woche auch wieder einen Provokationspost über die Inszenierung des Volkes als Opfer der Elite. Denn gerade in Zeiten von Corona wird viel demonstriert, Populisten greifen den Unmut und die Unsicherheit, die Corona mit sich bringt auf und inszenieren die Bürger als Opferkollektiv von den scheinbar übertriebenen Maßnahmen und Beschränkungen der Bundesregierung. Dadurch werden auch Menschen zum Opfer gemacht, die sich eventuell vorher gar nicht als Opfer sahen.

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